Vincent Kolb auf der Nordschleife – eine erfolgreiche Saison
4. Dezember 2018

Vincent Kolb ist der neueste Pilot im Phoenix Racing Junior Programm. Mitte Juni griff der 23-Jährige beim dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft erstmals ins Steuer des Phoenix Racing-Audi R8 LMS. Seitdem sind einige Monate vergangen und hinter dem Youngster liegt ein spannendes und durchaus erfolgreiches Jahr.

„Ich denke, ich kann mit meiner Saison zufrieden sein. Ich konnte mich von Wochenende zu Wochenende steigern und bin mit jeder Runde etwas besser auf der Nordschleife klargekommen. Die Umstellung vom Cup- zum GT3-Auto war nicht einfach, aber es hat gut funktioniert“, resümiert Kolb, der in diesem Jahr in der VLN erstmals regelmäßig ins Steuer eines GT3-Fahrzeuges griff.

Gemeinsam mit Frank Stippler startete der Frankfurter in der SP9-Kategorie und feierte prompt seinen ersten großen Triumph in der Serie. „Der zweite Platz im dritten Lauf war unbestritten das Highlight meiner Saison. Nicht nur, dass es mein erstes Rennen in der Klasse war, sondern auch mein erster Auftritt mit Phoenix Racing und Frank Stippler. Das war etwas ganz Besonderes“, erinnert sich der Audi-Pilot.

Mit seinem scheinbar unendlichen Erfahrungsschatz ist „Stippi“ ein echter Glücksgriff für den Youngster. Der 43-Jährige ist ein Routinier, der bereits unzählige Erfolge auf dem Kurs in der Eifel feiern durfte und der sein Wissen gern mit dem Nachwuchs teilt. „Frank stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Besonders wenn es ums Überholen geht, ist seine Erfahrung für mich extrem wertvoll. Wo andere Fahrer aggressiver und härter ranfahren, halte ich mich im Moment meist noch etwas zurück und überhole dann lieber auf der Geraden. Die Tipps von Stippi sind in solchen Situationen enorm hilfreich.“

Bei einer so langen und anspruchsvollen Strecke wie der Nordschleife ist es kein Wunder, dass die Ratschläge bei Kolb gern gesehen sind. Denn neben den Platzierungen ist es für ihn vor allem wichtig, sich stetig weiterzuentwickeln: „Klar war das Podium mein Höhepunkt des Jahres, aber es gab auch einige kleinere, persönliche Highlights. Wenn ich etwa meine Rundenzeit verbessern konnte, hat mich das sehr gefreut. Am Ende geht es darum, stets dazuzulernen und den Abstand zur Spitze Schritt für Schritt zu verkleinern.“

An seine Leistung will Kolb auch im nächsten Jahr anknüpfen und erneut in der VLN Langstreckenmeisterschaft an den Start gehen. Das 24-Stunden-Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring sowie der Langstreckenklassiker selbst stehen außerdem auf dem Wunschzettel für das Jahr 2019. „Am liebsten würde ich natürlich auch im nächsten Jahr mit Phoenix Racing und Frank Stippler auf der Nordschleife starten. Wir sind als Team super zurechtgekommen und mit Frank habe ich auch abseits der Strecke häufig Kontakt. Da hat sich eine richtige Freundschaft entwickelt.“

Auch darüber hinaus sieht der Nachwuchsfahrer seine weitere Zukunft auf der Langstrecke. Internationale 12- und 24-Stunden-Rennen reizen ihn ganz besonders: „Klar wäre ein Sprintrennen wie etwa im ADAC GT Masters interessant, aber mein Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der Langstrecke. Dort irgendwann international unterwegs zu sein, wäre auf jeden Fall mein Traum.“

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