Starker Abschluss der GT4-Saison
1. Dezember 2018

2 von 3 möglichen Laufsiegen und einmal knapp am Triumph vorbei – so lautete die Ausbeute von Phoenix Racing beim GT4 International Cup. Wir blicken zurück auf das Weltfinale und den Saisonabschluss in Bahrain.

Lauf 1: Auf und davon  

Von Startplatz eins aus ging es für Milan Dontje in den ersten von drei Läufen auf dem Bahrain International Circuit. Die Führung verlor der 23-Jährige zwar zunächst, doch mit dem nötigen Biss kämpfte er sich wieder nach vorn. Das enge Duell zwischen dem Phoenix Racing-Junior und McLaren-Pilot Finlay Hutchison gehörte zu den Highlights des Rennens.

Nach der Boxenstoppphase war die Spitzenposition wieder in sicherer Hand von Phoenix Racing. Nicolaj Møller Madsen verwaltete den Vorsprung an der Spitze und fuhr den Sieg nach Hause. „Das Auto war super und ich hatte keine Probleme, mich abzusetzen“, blickte Møller Madsen zurück.

Lauf 2: Top-Platzierungen beider Autos

Bis zum letzten Renndrittel war das zweite Qualifying Race ungefähr so spannend wie ein Adventsbesuch bei den Großeltern. Doch das änderte sich als Milan Dontje das Steuer übernahm und zur Jagd auf den Sieg ansetzte. Der Niederländer setzte den bis dato Führenden Gilles Vannelet zunehmend unter Druck und überholte den Franzosen im BMW schließlich auf der Start-Ziel-Gerade – der Schlüssel zu Sieg Nummer zwei.

Max Hesse und Gosia Rdest rundeten den Erfolg mit dem starken sechsten Rang ab. Nachdem technische Probleme im ersten Qualifying-Rennen eine gute Platzierung zunichte machten, trumpften die beiden Phoenix-Junioren ordentlich auf. In ihrer Klasse wurde das deutsch-polnische Gespann sogar mit Rang zwei belohnt.

Die beiden Qualifikationsläufe kamen überraschenderweise ohne Safety-Car-Phasen aus. Wer unsere Saison in der GT4 European Championship verfolgt hat, weiß: Die GT4-Rennen sind meist von zahlreichen Zwischenfällen und dementsprechenden Safety-Car-Phasen geprägt.

Lauf 3: Pech im Finale

Die erste und einzige Safety-Car-Phase des Wochenendes folgte im dritten Lauf und das ausgerechnet zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Von der Pole-Position aus hatte sich Milan Dontje einen komfortablen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Weil ein Porsche jedoch auf der Gegengerade strandete, kam es zur Gelb-Phase und der Vorsprung des amtierenden Europameisters war futsch. Die Konkurrenz von Alpine bekam damit die Chance, während der Boxenstoppphase am Phoenix-Audi vorbeizugehen und sich an der Spitze festzusetzen. Nach zwei Laufsiegen überquerte Nicolaj Møller Madsen die Ziellinie somit auf dem zweiten Platz.

Max Hesse und Gosia Rdest kamen auf Rang neun ins Ziel. In ihrer Klasse belegten sie damit den vierten Rang. „Ein Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sein können“, strahlte Rookie Hesse nach seinem erst zweiten GT4-Einsatz. „Ich musste mich anfangs an das Auto gewöhnen, bin aber immer besser zurechtgekommen. Für diese Chance bin ich sehr dankbar, ich konnte wirklich viel lernen.“

Hesse beeindruckte vor allem in der ersten Rennhälfte, als er mit großem Kampfgeist auf der für ihn unbekannten Strecke auftrumpfte. Von Startplatz sechs arbeitete er sich um zwei Positionen nach vorn und kratzte zwischenzeitlich sogar an den Podestplätzen.

Für Phoenix Racing endete mit dem Bahrain GT Festival eine erfolgreiche GT4-Saison. Zum Titelgewinn in der Europameisterschaft, dem Sieg bei den 24 Stunden von Dubai und zahlreichen Klassensiegen fügte die Mannschaft in Arabien noch eine Reihe weiterer Trophäen hinzu.

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