Rockenfeller schrammt am Podium vorbei
3. Juni 2018

Bilder, die man in der DTM so wohl noch nie gesehen hat: Auf dem Weg zum Reifenwechsel rutschten die Rennboliden wie auf Eis durch die regennasse Boxengasse und konnten Marshalls, Mechanikern sowie dem Equipment nicht mehr ausweichen. Nach Rennabbruch und Re-Start blieben den Piloten noch 25 Minuten plus eine Runde um den Sieger zu entscheiden. Rockenfeller kämpfte sich im zweiten Run noch weit nach vorn und schrammte auf Rang vier knapp am Podium vorbei.

Doch was war passiert? Eine Wolke, ein kurzer Regenschauer zu Beginn des Rennens setzt das ganze Chaos in Gang. Aufgrund der nassen Fahrbahn entschieden sich die Piloten zum Boxenstopp, doch der Belag in den Pits war so spiegelglatt, dass die Boliden auf Slicks keinerlei Halt hatten und durch die Boxengasse schlitterten. Das Wichtigste: Niemand ist lebensgefährlich verletzt. Der Rennleitung blieb aber nichts anderes übrig, als den Sonntagslauf auf dem Hungaroring abzubrechen, um den Verletzten die benötigte Hilfe zukommen zu lassen.

Positiver Abschluss für Rocky

Die Aussichten waren für Mike Rockenfeller mit Startplatz 16 auch am Sonntag nicht gerade rosig. Doch der frühe Boxenstopp in Runde zwei brachte den Audi-Piloten zunächst einige Plätze nach vorn, dem Chaos in den Pits ging er so außerdem aus dem Weg. Zum Re-Start hatte Rocky dann eine bessere Ausgangslage: von Platz zehn startete er wieder ins Rennen.

Im Lauf kämpfte Rocky dann verbissen und pflügte durch das Feld bis auf den vierten Rang. Er setzte Philipp Eng bis zur Ziellinie unter Druck, doch der BMW-Pilot gab den dritten Podestplatz nicht mehr her. Mit weiteren zwölf Punkten für die Meisterschaft schaffte der 34-Jährige somit noch einen versöhnlichen Abschluss für das verkorkste Wochenende.

Enttäuschung bei Duval

Die Zielsetzung, beide Piloten in den Punkterängen zu platzieren, erreichte das Audi Sport Team Phoenix auch am Sonntag nicht. Diesmal blieb Loïc Duval ohne Zähler.

Mit Rang 13 in der Qualifikation war die Ausgangssituation für den Franzosen wieder schwierig. Die Strategie des späten Reifenwechsels brachte ebenfalls keinen Vorteil. Nur von Rang 17 aus ging der 35-Jährige nach dem Rennabbruch zurück auf die Strecke. Ein paar Überholmanöver aber auch die sehr späten Boxenstopps der Konkurrenz spülten Duval noch auf Position zwölf nach vorn.

Nun bleibt etwas Zeit, um die gesammelten Erfahrungen der ersten sechs Rennen zu verarbeiten. Erst in drei Wochen geht die DTM in ihre vierte Runde. Vom 22. bis 24. Juni stehen auf dem Norisring die Saisonläufe sieben und acht auf dem Programm.

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