Podium auf Umwegen
24. November 2019

Loïc Duval hat sich den dritten Platz beim Dream Race in Fuji erkämpft! Für diesen Erfolg wählte sich der Franzose keinen leichten Weg aus.

Fangen wir von vorn an: Mit vielversprechenden Ergebnissen in den Test- und Trainingssitzungen deutete Loïc schon frühzeitig sein Potenzial an. Was folgte, war eine Traumrunde im Qualifying und der verdiente zweite Startplatz fürs erste der beiden Rennen.

Damit war klar, dass der 37-Jährige zu den Favoriten auf einen Podestplatz zählte. Die Chance aufs Podium nahm sich der Pilot vom Audi Sport Team Phoenix jedoch selbst wegen eines Ausrutschers auf dem Weg in die Startaufstellung.

Neuer Versuch am Sonntag also: Der Super GT-Champion von 2010 wiederholte seine Glanzleistung vom Vortag und stellte den Audi RS 5 DTM in die erste Startreihe – dieses Mal sogar auf die Pole! „Ich wusste, dass ich meinen Fauxpas vom Vortag wiedergutmachen musste. Das war ich meinen Jungs schuldig. Ich habe ihnen versprochen, dass ich es dieses Mal auch in die Startaufstellung schaffe“, scherzte der Phoenix-Pilot.

Sein Versprechen löste Loïc ein, musste aber bereits nach wenigen Umläufen den nächsten Rückschlag hinnehmen. Ein Reifenschaden warf ihn aus dem Rennen um die Spitzenplätze – vorerst zumindest. „Ich war echt enttäuscht“, so der Franzose. „Uns blieb nichts anderes übrig, als zur Box zu kommen für einen Stopp. Das Rennen war damit eigentlich gelaufen, da ich bis ans Ende des Feldes zurückgefallen war und einen riesigen Rückstand hatte.“

Doch bekanntlich hat jede Pechsträhne ein Ende, so auch die des 37-jährigen Audi-Werksfahrers: Der unfreiwillige Boxenstopp entpuppte sich als Glück im Unglück, wie Teamchef Ernst Moser erklärte: „Weil wir Loïc so früh reinholen mussten, gehörten wir zu den Ersten, die ihren Pflichtstopp absolvierten. Das kam uns bei der darauffolgenden Safety-Car-Phase sehr entgegen. Wir konnten nicht nur die Lücke schließen, sondern auch wertvolle Positionen gewinnen.“

Plötzlich war sie wieder da: die Chance auf einen Podestplatz! Loïc nutzte die Gunst der Stunde, fuhr die Ellenbogen aus und lieferte sich mit der Konkurrenz einen spektakulären Kampf um die Spitzenpositionen. Das Ergebnis: Kampfspuren am Wagen und ein dritter Platz im gemeinsamen Rennen der DTM mit der Super GT in Japan!

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