Phoenix Heroes: Timo Scheider
25. Oktober 2018

Timo Scheider – ein Markenname im internationalen Motorsport. Aber auch ein Freund klarer Worte. Direkt, unverkrampft und kompromisslos. Ein echter Typ. Die Kilometer auf seinem Tacho sieht man ihm nicht an. Trotz seiner 39 Jahre wirkt er jung, immer mit einem Lächeln im Gesicht, wenn man mit ihm spricht. Ein Gewinn für jedes Team.

Im Zenit seiner DTM-Karriere feierte er 2008 seinen ersten Meistertitel. Genau ein Jahrzehnt ist das jetzt her. Nur zwölf Monate später legte er noch einmal nach. Schon das stempelt ihn zum Ausnahmekönner. Doch was steckt wirklich hinter dieser einzigartigen Karriere? Welche Rennen, Siege oder auch Niederlagen bewegten beziehungsweise bewegen ihn persönlich am meisten? Und welche Rolle spielte Phoenix Racing in seinem Leben?

Auch für Timo Scheider gilt: An die eher unerwarteten Erfolge erinnert man sich am liebsten. Opel ist heute nicht unbedingt der Inbegriff für Racing und Motorsport. Doch 2003, am Beginn seiner Tourenwagen-Karriere, gewann er gemeinsam mit Phoenix Racing und seinen Teamkollegen Manuel Reuter, Volker Strycek und Marcel Tiemann in einem Astra V8 Coupé völlig überraschend das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die Mannschaft aus Meuspath, damals noch unter Opel-Flagge, hatte niemand auf der Rechnung und schon gar nicht gehörte das Quartett zu den Favoriten. Im Gegenteil: Die Rivalen trauten dem Fahrzeug keine fünf Runden zu. Trotzdem sprang am Ende mit dem Sieg der erste große Erfolg für den damals 24-Jährigen heraus und die Konkurrenz hatte im wahrsten Sinne des Wortes das Nachsehen.

Die Debüt-Saison bei Phoenix Racing prägte Timo Scheider und hatte großen Einfluss auf seine spätere erfolgreiche Karriere. Auch neben der Rennstrecke verbindet ihn sehr viel mit dem Rennstall aus der Eifel. Bis heute schätzt er die familiäre Atmosphäre und den Zusammenhalt in einem ansonsten oft rauen Geschäft. Was dieses ganz besondere Flair im Team ausmacht, darüber spricht Timo Scheider im Interview ganz offen.

Er verrät aber auch, was Mädchennamen mit Tourenwagen gemeinsam haben, welches Rennen er aus seiner Sicht heute noch einmal bestreiten würde und warum seine Frau nach der Meisterfeier von Mike Rockenfeller nur mit gefühlten 15 km/h die Heimreise im Auto antreten konnte.

Mit der Rückkehr zu Phoenix Racing in den letzten drei Jahren seiner DTM-Karriere schließt sich der Kreis für ihn. Und so überrascht es auch nicht, dass der hochdekorierte frühere Audi-Werkspilot dem Motorsport und Teamchef Ernst Moser bis heute eng verbunden ist.

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