Phoenix Heroes: Hans-Joachim Stuck
21. August 2018

Ein „Stuck“ der Phoenix-Geschichte

Phoenix Racing feiert 2019 sein 20-jähriges Jubiläum. 20 Jahre voller Höhen und Tiefen, emotionaler Momente und besonderer Menschen: Einer von ihnen ist Hans-Joachim Stuck.

Wenn sich Hans-Joachim Stuck und Ernst Moser treffen, gibt es einiges zu erzählen. Die Rennlegende aus Deutschland und den Gründer von Phoenix Racing verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, aus der eine Freundschaft wurde. Im Rahmen der 24 Stunden auf dem Nürburgring 2018 unterhielten sich die beiden.

Vom Konkurrent zum Familienmitglied

„Das Team kenne ich von Beginn an, zunächst aber nur als Konkurrent“, erinnert sich der frühere BMW-Werksfahrer Stuck und ergänzt: „Ernst Moser war für mich immer eine bekannte und wichtige Größe im Fahrerlager. Stets ein Typ, der geradeaus seine Meinung sagt und mit dem nötigen Respekt auf Leute zugeht.“

Seinen Weg zu Phoenix Racing fand „Strietzel“ dank des Einstiegs von Audi in das GT3-Segment. Der DTM-Champion von 1990 war in das Entwicklungsprogramm des Audi R8 LMS integriert, der 2009 sein Renndebüt feierte. Der Rennstall aus Meuspath trug maßgeblich zur Premiere des ersten GT3-Renners von Audi bei und bescherte den Ingolstädtern im Juni 2009 den ersten Sieg in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft. Am Steuer saßen Marc Basseng, Frank Biela und Hans-Joachim Stuck.

Eine besondere Chance

Egal ob als R8-Entwickslungsfahrer, Testpilot für Dunlop oder als Teamkollege seiner beiden Söhne – mit den Jahren häuften sich die Einsätze für die Mannschaft aus Meuspath. Bei allen Erfolgen in seiner Rolle als Rennfahrer ist „Strietzel“ jedoch auf einen Job besonders stolz: Und zwar auf den des „Chef-Taxifahrers“ bei Phoenix Racing. „Denn welcher fast 70 Jahre alte Rennfahrer darf noch behaupten, in diesem Alter regelmäßig im Auto zu sitzen und kräftig Gas zu geben?“, so der Wahl-Österreicher. „Es ist eine riesige Verantwortung, die Gäste im Renntempo um die Nordschleife zu kutschieren. Ernst gibt mir hier eine besondere Chance, für die ich sehr dankbar bin.“

Dankbar sind auch die zahlreichen Gäste, die gemeinsam mit Hans-Joachim Stuck die wohl schnellste und eindrucksvollste Taxifahrt ihres Lebens erleben. Das gemeinsame Erinnerungsfoto mit der Rennlegende darf dabei natürlich nicht fehlen.

Familienangelegenheit

Doch Stuck ist mehr als nur der „Chef-Taxifahrer“ im Team. Gerade im Hinblick auf das Phoenix Racing Junior Programm steht er den Nachwuchsfahrern im Kader gern mit Rat und Tat zur Seite. Aufstrebenden Motorsportlern wie VLN-Youngster Vincent Kolb oder Max Hofer gibt er gern etwas von seiner Erfahrung ab.

„Die Grundlage, die jungen Fahrern bei Phoenix Racing geboten wird, ist einmalig“, erklärt Stuck. Der 67-Jährige weiß, wovon er spricht. Denn nicht ohne Grund schickte auch er seine beiden Söhne Ferdinand und Johannes zu Ernst Moser. 2013 absolvierte das Brüderpaar erstmals Einsätze im Phoenix Racing-Audi auf der Nordschleife. „Ernst habe ich damals alle Freiheiten gegeben, die Jungs hart ranzunehmen. Eine richtige Grundausbildung im Motorsport ist unerlässlich für junge Piloten“, so der zweifache Le-Mans-Sieger.

Ob sich Stuck auch noch mal für ein Rennen bereiterklären würde? „Aber natürlich! Ich wäre sofort wieder dabei“, sagt der Nordschleifen-Spezialist. „Ob es zwingend ein Rennen in der Grünen Hölle sein muss, weiß ich nicht. Aber wenn Ernst mich anruft, kann er auf mich zählen!“

Zurück

12. Dezember 2018
Phoenix Heroes: Marc Basseng
Mehr
4. Dezember 2018
Vincent Kolb auf der Nordschleife – eine erfolgreiche Saison
Mehr
1. Dezember 2018
Starker Abschluss der GT4-Saison
Mehr