Phoenix Heroes: Die Bezwinger des Mount Panorama
1. Februar 2020

Erwähnt man gegenüber Ernst Moser den Ort Bathurst, bekommt man dies mit einem seligen Lächeln quittiert: Denn der Teamchef schwelgt gern in Erinnerungen an die Ereignisse auf der australischen Rennstrecke, die die Erfolge von Phoenix Racing maßgeblich geprägt haben.

Insbesondere die Gedanken an das Jahr 2012 sorgen für ein Strahlen in seinem Gesicht: In jenem Jahr feierte Ernst Moser beim ersten Auftritt mit seiner Mannschaft in Bathurst direkt den Gesamtsieg – was Phoenix Racing den ersten großen Erfolg zusammen mit Audi einbrachte. Entscheidend dafür war auch die bärenstarke Fahrerbesetzung, bestehend aus Christopher Mies, Christer Jöns und Darryl O’Young.

Mit Stolz erinnert sich Ernst Moser ans Jahr 2012 zurück: Damals schrieb er zusammen mit seiner Mannschaft Geschichte im australischen Outback.

Doch war dies nicht nur der grandiose Auftakt einer Rennsaison. 2012 wurde zu einem der größten Jahre des Teams im GT-Sport überhaupt. Im späteren Verlauf erkämpfte das Team aus Meuspath noch zwei weitere bedeutende Triumphe im Langstrecken-Business: Im Mai jubilierte die Mannschaft nach dem Gesamtsieg des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring, zwei Monate später beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps.

Zurück nach Bathurst: Was 2012 noch als Underdog unter den Langstreckenrennen galt, ist heutzutage ein motorsportlicher Gassenhauer. Kein Wunder, denn das Setting rund um das 12-Stunden-Rennen könnte kaum atmosphärischer sein: Das Fahrerfeld macht sich am frühen Morgen, noch vor Dämmerungsbeginn auf die Reise, die es Runde um Runde den Mount Panorama erklimmen und wieder hinabsteigen lässt. Bereits wenige Minuten nach dem Start wagt sich die Sonne über den Horizont des australischen Outbacks – und taucht die Szenerie nahezu alljährlich in ein magisches Licht.

Doch von dieser Schönheit darf man sich nicht blenden lassen, denn diese Highspeed-Bergwanderung zeigt regelmäßig ihre Tücken: Der Kurs ist ausgesprochen technisch, weist über eine Menge blinder und vor allem schneller Kurven auf. Seine Begrenzungen sind noch dichter am Renngeschehen als beispielsweise auf der Nordschleife – und dafür umso härter. Fahrfehler? Unverzeihlich! Gerade diese Herausforderung ist es, die mehr und mehr Teams und Fahrer aus aller Welt zu dem populären Renn-Event im Bundesstaat New South Wales zieht.

So mancher Fan erinnert sich auch an das aufsehenerregende Unterfangen, das die Mannschaft aus Meuspath im Jahre 2015 wagte: Sie verpflichtete mit Felix Baumgartner den „Mann, der vom Himmel fiel“ für das Rennen. Bis heute zählt das Liqui-Moly Bathurst 12 Hour zu einem der ersten und größten Highlights der GT3-Saison.

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