GT4-Krone für Phoenix Junioren
16. September 2018

Eine Saison mit Höhen und Tiefen, doch am Ende ein grandioses Finale: Im letzten Rennen der GT4 European Series krönten sich Milan Dontje und Nicolaj Møller Madsen zum Europameister.

„Der Renngott hat es heute gerichtet“, so das Fazit von Teamchef Ernst Moser nach einem nervenaufreibenden Rennen. „Dieses Wochenende verlief wie unsere gesamte Saison. Mal waren wir richtig stark unterwegs, ein anderes Mal lief es gar nicht für uns. Am Ende hat sich unsere Arbeit aber mehr als ausgezahlt. Wir stehen ganz oben, haben also einiges richtig gemacht. Jetzt dürfen die Jungs den Titelgewinn genießen.“

„Fünf“ gewinnt

Ein starkes Rennen des niederländisch-dänischen Duos, aber auch das Quäntchen Glück machten den Titelgewinn am Ende möglich. Nach dem Samstagslauf hatten die Piloten der Startnummer 5 zehn Punkte Rückstand auf die Spitze. Sie mussten also mindestens Fünfter in der Silver Cup-Wertung werden.

Gesagt, getan: Nach einem konzentrierten und fehlerfreien Lauf überquerte Milan Dontje die Ziellinie auf Rang fünf. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Konkurrenten Tregurtha/Middleton und Knap/Koebolt bereits aus dem Rennen. Eine Kollision warf das BMW-Duo bereits zu Rennbeginn aus dem Titelkampf. Die Crew der Ginetta musste ihr Fahrzeug aufgrund technischer Probleme kurz nach dem Fahrerwechsel vorzeitig abstellen.

„Natürlich sind die Ausfälle für unsere Konkurrenz sehr bitter. Auf diese Art und Weise möchte man ungern einen Titel gewinnen. Doch wenn man sich den Saisonverlauf anschaut, sind wir verdient Europameister geworden“, resümierte Ernst Moser.

Erster großer Titel für Junior Programm

Für die beiden Phoenix Racing-Piloten ist es der erste große Titel in ihrer Karriere. Dementsprechend ausgelassen freuten sich die Junioren nach dem Rennen: „Ich bin einfach nur überglücklich“, erzählte Nicolaj Møller Madsen. „Ein großes Dankeschön an die gesamte Mannschaft für ihre herausragende Arbeit in diesem Jahr. Wir haben das beste Team, die beste Crew und auch die schnellsten Fahrer im Feld. Wir haben sicher das ein oder andere Mal einen unnötigen Fehler gemacht, doch wir haben stets gezeigt, dass wir gewinnen wollen.“

Auch der Teamkollege konnte sein Glück kaum fassen: „Einfach unglaublich. Ich bin unheimlich stolz auf uns, unsere Leistung und vor allem auf das Team“, so Milan Dontje. „Wir hatten viel Glück, keine Frage, aber die Mannschaft hat diesen Titel verdient. Wir haben hart gearbeitet und das hat sich am Ende ausgezahlt.“

Positiver Abschluss für Jasper/Viebahn

Auch das Duo der Startnummer 6 konnte auf dem Nürburgring ein positives Resultat erzielen. Mit Rang zehn in der Gesamtwertung und Position vier in der Pro Am-Wertung sicherten sich Jörg Viebahn und John-Louis Jasper nach dem enttäuschenden Ergebnis am Samstag zum Saisonende noch ein versöhnliches Resultat. Dank einer starken Aufholjagd ging es für die Piloten von Platz 29 insgesamt 19 Positionen nach vorn.

Gosia Rdest und Cédric Freiburghaus mussten hingegen einen Rückschlag hinnehmen. Eine Kollision in der zweiten Rennhälfte beendete den Sonntagslauf der beiden vorzeitig.

Nur gemeinsam stark

Auf dem Nürburgring durften die Silver Cup-Champions auf ganz besondere Unterstützung zurückgreifen: Nicolaj Møller Madsen brachte seinen Fanclub – etwa 100 begeisterte Dänen – an den Ring, die Phoenix Racing lautstark zum Sieg brüllten.

Der wichtigste Faktor für den Erfolg war aber ohne Frage die Crew: Ohne die harte Arbeit und die Ausdauer jedes Einzelnen wäre dieser Titelgewinn niemals möglich gewesen. Ein großer Dank geht daher an alle Teammitglieder von Phoenix Racing!

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