Dritter Saisonsieg im größten GT4-Rennen aller Zeiten
23. Juli 2018

Zurück auf der Siegerstraße: Nach ihren Rückschlägen in Misano holten sich Nicolaj Møller Madsen und Milan Dontje dank einer großartigen Leistung ihren dritten Erfolg in dieser Saison. Mit 50 Fahrzeugen war die GT4 European Series nie zuvor stärker besetzt.

Begonnen hat das Wochenende für die Mannschaft alles andere als vielversprechend. In den beiden Trainingssitzungen am Freitag waren die Ergebnisse der Phoenix Racing-Piloten extrem enttäuschend. Doch die Mannschaft ließ sich nicht entmutigen und arbeitete hart an der Performance der Autos. Mit Erfolg, denn bereits im Qualifying lagen Milan Dontje und Nicolaj Møller Madsen mit den Positionen sieben und drei im vorderen Feld.

In ersten Rennen passte dann alles zusammen: Ein starker erster Stint von Dontje, eine aggressive Strategie und der sensationelle Speed von Møller Madsen nach dem Fahrerwechsel machten den Weg an die Spitze frei. Am Ende des Boxenstoppfensters übernahm Møller Madsen die Führung, die bis zum Rennende zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet war. Die Ziellinie überquerte die siegreiche Startnummer 5 mit mehr als 10 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger.

„Mit diesem Sieg haben wir zu Beginn des Wochenendes absolut nicht gerechnet“, so Møller Madsen. „Während im zweiten Stint viele mit abbauenden Reifen gekämpft und an Speed verloren haben, konnte ich weiterhin schnelle Rundenzeiten fahren. Milan hat in seinem Stint versucht, die Reifen so gut es ging zu schonen und das hat sich über die Distanz bemerkbar gemacht. Wir sind in diesem Rennen sehr clever gefahren. Das war heute entscheidend, um am Ende ganz vorne zu sein.“ Der zweite Lauf war nach einer Kollision für das Duo vorzeitig beendet.

Enttäuschung für die Teamkollegen

Die Hoffnung auf einen weiteren Podesterfolg für Gosia Rdest und Cedric Freiburghaus platzte bereits am Samstag. „Leider konnten wir aufgrund meines Unfalls in der Qualifikation nicht an den Rennen teilnehmen“, sagte Freiburghaus sichtlich geknickt. „Das tut mir für das gesamte Team sehr leid, da wir nach den Problemen in den Trainings im Qualifying ein richtig schnelles Auto hatten, womit wir auch im Rennen gute Chancen gehabt hätten.“ Der Schweizer ist im zweiten Teil des Qualifikationstrainings im Streckenabschnitt Blanchimont eingeschlagen, wodurch das Auto stark beschädigt wurde.

Auch für das dritte Duo aus John-Louis Jasper und Jörg Viebahn verlief das Wochenende anders als erhofft. Nach einer Durchfahrtstrafe im ersten Rennen mussten sie das Auto im zweiten Lauf aufgrund einer Berührung bereits in der ersten Runde abstellen.

Happy Birthday, Jörg!

Für Jörg Viebahn gab es dennoch etwas zu feiern: Der Gewinner der GT4 European Series 2016 feierte am Samstag seinen 54. Geburtstag. Wir finden: In Sachen Schnelligkeit steht der Routinier seinen jungen Teamkollegen aus dem Phoenix Racing Junior Programm in nichts nach!

Das Phoenix Racing Junior Programm ist übrigens ein gutes Stichwort: Unser Youngster Max Hesse, der normalerweise in der ADAC TCR Germany antritt, feierte am Wochenende seine Premiere im GT4-Boliden. Für das Debüt in der GT4 European Series tauschte er Audi RS 3 LMS gegen Porsche Cayman und beeindruckte mit einer starken Leistung. Gemeinsam mit ProSport Performance und Teamkollege Mike David Ortmann gelang ihm mit Position sieben auf Anhieb eine Top-10 Platzierung in der hart umkämpften Meisterschaft.

Vollgas auf Instagram

Was ist denn hier los? Das dachten sich sicherlich einige unserer Fans, als sie die letzten beiden Tage unsere Stories auf Instagram verfolgten. Wir wagten im Social-Media-Bereich ein Experiment und überließen Gosia Rdest den offiziellen Account von Phoenix Racing. Dabei gab die 25-jährige Polin unseren Followern einen Einblick in den Alltag an der Rennstrecke, stellte ihre Teamkollegen vor und berichtete direkt von ihren Sessions. Und das Beste daran: Wir haben an diesem Wochenende die Marke von 10.000 Followern geknackt! Danke an alle Fans für die Unterstützung!

Nach einer kurzen Pause startet die GT4 European Series vom 1. bis 2. September in das vorletzte Rennwochenende auf dem Hungaroring. Zwei Wochen später findet dann das Finale zuhause auf dem Nürburgring statt.

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