Die Höhen und Tiefen der 24 Stunden von Spa
28. Juli 2019

Der Motorsport ist stets geprägt von Höhen und Tiefen – dies galt auch für die diesjährige Auflage des Total 24 Hours of Spa.

Die Höhen

Die Woche begann für uns mit einem besonderen Highlight: Der traditionellen Parade im Vorfeld des Langstreckenklassikers. Bejubelt von zahlreichen Fans ging es mit dem Audi R8 auf öffentlichen Straßen ins Stadtzentrum von Spa. Dort angekommen, erwartete uns ein wahres Fest für Fans, Fahrer und Teams.

Ein weiteres Highlight war die Aufholjagd von Finlay Hutchison, Iván Pareras und Kim-Luis Schramm zu Beginn des Rennens. Von Startplatz sechs im Silver Cup kämpfte sich das Trio souverän nach vorn an die Spitze der Klasse.

Den Anfang machte Schramm, der in einem Doppelstint den widrigen Bedingungen der Startphase trotzte. Die Rundenzeiten, die der Youngster dabei fuhr, lagen zeitweise auf Niveau der Spitzenfahrer. Gleiches galt für Iván Pareras, der mit einer beachtlichen Pace auf sich aufmerksam machte.

Teamkollege Finlay Hutchison stellte sein Talent allen voran im Regen unter Beweis. In der von Full-Course-Yellow- und Safety-Car-Phasen geprägten Nacht fuhr der Nachwuchsfahrer konstant schnelle Runden.

„Die Jungs haben im Rennen einen super Job gemacht“, lobte Ernst Moser sein Team. „Die 24 Stunden von Spa waren in diesem Jahr sehr hart. Jeder musste an seine Grenzen gehen, um unter diesen Bedingungen zu bestehen.“

Die Tiefen

Eines stand außer Frage: Die größte Herausforderung bei der 71. Auflage des Langstreckenklassikers war das Wetter. Die über Tage anhaltende Hitze wandelte sich pünktlich zum Rennstart in sintflutartige Regenfälle.

Vor allem in den frühen Morgenstunden waren die Voraussetzungen für Teams und Fahrer schwer: Starkregen und Nebel machten es nahezu unmöglich, die 7,004 Kilometer lange Strecke zu meistern. Die Rennleitung entschied sich daher dazu, das Rennen für mehrere Stunden zu unterbrechen.

Die Entscheidung der Offiziellen war richtig, für Finlay Hutchison kam sie jedoch zu spät. Der Brite verlor nach knapp elf Rennstunden die Kontrolle über den Audi R8 LMS GT3 und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Die Hoffnungen darauf, die Führung im Silver Cup in einen Sieg umzuwandeln, waren damit geplatzt.

„Der Unfall bedeutete das Aus für uns“, so Ernst Moser. „Dennoch nehmen wir viel Positives mit aus diesem Wochenende. Jeder unserer drei Nachwuchspiloten hat gezeigt, dass er unter diesen schwierigen Bedingungen mithalten kann.“

Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, liegt der volle Fokus nun schon wieder auf dem nächsten Rennen: Dem fünften Saisonlauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am 3. August.

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